Andreas Stoch: „Lage ist zu ernst für ein weiteres Wahlkampf-Gezerre“

Landespolitik

SPD-Fraktionschef Andreas Stoch begrüßt es, dass sich Gesundheitsminister Lucha nun auch für die Einführung eines Wechselunterrichts für ältere Schülerinnen und Schüler im Land ausspricht:

„Ich bin froh, dass Lucha eingesehen hat, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Nun muss auch Kultusministerin Eisenmann ihre Blockadehaltung dringend aufgeben. Die Lage ist zu ernst, als dass sich Baden-Württemberg ein weiteres Wahlkampf-Gezerre innerhalb der Landesregierung leisten könnte. Um flächendeckende Schulschließungen zu vermeiden, müssen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 im Wechselbetrieb unterrichtet werden können.“

„Bereits vor Wochen haben wir die Einführung eines Wechselbetriebs für ältere Schülerinnen und Schüler gefordert. Im Wechselbetrieb können die Abstände in den Klassenzimmern besser eingehalten werden und der Schülerverkehr würde deutlich entlastet.“ Schülerinnen und Schüler über 14 könnten auch ohne durchgängige Betreuung der Eltern zuhause bleiben. Die Entscheidung, in welchem Rhythmus Wechselbetrieb stattfinden kann, müsste den Schulen vor Ort überlassen werden.

Schulkindern in den Klassen 1-7 und deren Eltern sei ein rollierendes System aktuell nicht zuzumuten. „Damit auch jüngere Schülerinnen und Schüler die notwendigen Abstände einhalten können, müssen zusätzliche, weitläufigere Räumlichkeiten für den Unterricht in Betracht gezogen werden. Theater, Bühnen und Museen aber auch Gemeindehallen könnte die Landesregierung kurzerhand anmieten und damit nicht nur Unterricht in einem sicheren Umfeld gewährleisten, sondern gleichzeitig die so gebeutelten Kultureinrichtungen, Vereine und Kirchen unterstützen“, so Stoch.

Daneben fordert Stoch die Einstellung von 1.000 zusätzlichen Lehrkräften und ein fest zugewiesenes Budget für die Schulen zur Anschaffung von Luftfiltergeräten.

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg