Angebot wird gut angenommen

Presseecho

Etwa zwei Drittel der Schüler der Wallstadtschule nutzen das neue Ganztagesangebot, das dort zu Beginn des Schuljahres im vergangenen Herbst als „Ganztagsschule in Wahlform“ eingeführt wurde. Diese erste Bilanz zog nun Rektor Rainer Hamann gegenüber dem Bezirksbeirat. Dabei dankte er den Eltern und Vereinen für die gute Unterstützung und Zusammenarbeit.

Derzeit besuchen 265 Schüler die Wallstadtschule. Ihnen wird seit September eine Ganztagsbetreuung von Montag bis Donnerstag mit sieben Stunden von 8 bis 15 Uhr angeboten oder halbtags bis 12.30 Uhr – kostenfrei. „Das ist kostenfrei und für jedes Schuljahr neu wählbar, ob man Ganztags- oder Halbtagsbetreuung bucht“, informierte Hamann. In den sogenannten „Randzeiten“, sprich an den vier Tagen bis 17 Uhr und freitags, wenn die Schule um 12.30 Uhr endet, kann man eine weitere Betreuung, dann gegen Bezahlung, ebenfalls buchen. Das gilt ebenso für einige Ferienwochen.

Von den derzeit 68 Erstklässlern werden 42 ganztags, 26 halbtags betreut. 14 nutzen das Zusatzangebot von zwei weiteren Stunden unter der Woche, elf weitere nur am Freitag, da die Schule da um 12.30 Uhr endet. Von den 69 Schülern der zweiten Klassen sind 51 in der Ganztagesbetreuung, 18 halbtags und 25 auch noch am Nachmittag angemeldet. Sieben weitere kommen am Freitag dazu. Für Hamann ist das „ein gutes Ergebnis“ und der Beleg, dass das flexibel gedachte Angebot auch so flexibel nachgefragt wird.

Hockey und Volleyball

Für die Dritt- und Viertklässler gilt derzeit noch das alte, nur den halben Tag umfassende Hortangebot. „Das läuft aus“, kündigte Hamann an. Im nächsten Schuljahr umfasst die Ganztagsschule dann die Klassen eins bis drei, im Folgejahr auch die Viertklässler. Die neue Mensa sei – abgesehen von den Außenanlagen – in einer „Punktlandung“ zum Schuljahresbeginn fertig gewesen, erfuhren die Bezirksbeiräte. Eine Firma bietet zwei Gerichte zur Auswahl. Hier essen die Kinder derzeit von 11.45 bis 12.45 Uhr in zwei Schichten – erst die ersten und zweiten Klassen, dann die älteren Kinder. „Nicht alle nehmen teil, einige bringen ihr Essen auch mit“, informierte der Rektor. Eine Aufsicht stellt der Fachbereich Bildung der Stadt.

Aber das reicht nicht. Für die Aufsicht und die Betreuung außerhalb der Mensa sowie für pädagogische Angebote konnte Hamann drei Vertreter der Eltern – „mit einem kleinen Honorarvertrag“ – gewinnen. Zudem engagiert sich eine junge Frau hier, die ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) beim Mannheimer Hockey-Club (MHC) macht. Ihre Stelle ist zu 75 Prozent an der Schule angesiedelt, ein Viertel arbeitet sie für den Hockey-Club.

Aber nicht nur auf diesen Verein kann Hamann sich stützen, wie er dankbar hervorhob. Enge Kooperationen gibt es mit der Volleyballabteilung des Spiel- und Sportvereins Vogelstang (SSV), dem Handball Club Mannheim-Vogelstang, dem Akkordeonverein „Rheingold“ sowie der katholischen Bücherei Wallstadt. Hinzu kommt ja noch das Musikprofil der Wallstadtschule sowie spezielle Förderangebote – auch die liegen in den frühen Nachmittagsstunden. Schließlich gibt es da „Raum für Eigenarbeit und Lernzeit“, wie Hamann sagte. Für die Ganztages-Angebote hat er 32 Lehrerstunden zusätzlich zugewiesen bekommen.

Seine Stunden für die ganze Organisation und das Sekretariat wurden indes nicht aufgestockt. Dabei sei die Ganztagsschule „mit hohen Anforderungen an die Planung und Logistik von Räumen und Personal verbunden“, stellte der SPD-Bezirksbeiratssprecher Thorsten Schurse fest. Stadträtin und Sitzungsleiterin Claudia Schöning-Kalender (SPD) regte an, in der Mensa auch einmal eine öffentliche Bezirksbeiratssitzung abzuhalten, damit die Wallstadter diesen neuen Raum kennenlernen.

 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 13.02.2019

13. Februar 2019 Autor: Peter W. Ragge (pwr)

 

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