Bezahlbarer Wohnraum in Mannheim:

Kommunalpolitik

Foto: Stadt Mannheim

Stadträte Reinhold Götz und Dr. Boris Weirauch für die SPD-Gemeinderatsfraktion:

"Keine Spekulation mit Wohnungen, Eigentum verpflichtet"

Die SPD-Gemeinderatsfraktion fordert die Erfassung von Baulücken im Mannheimer Stadtgebiet sowie die Meldung von dauerhaft leerstehenden Wohnungen, um den Druck auf dem Mannheimer Wohnungsmarkt zu verringern. Eine maßvolle Nachverdichtung ist entscheidend, um auch in Mannheim mehr Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Wenn Wohnraum in Mannheim immer knapper und immer teurer wird, können wir Brachen nicht einfach unerfasst und bestehenden Wohnraum ungenutzt lassen. Insbesondere unbebaute Grundstücke sollen in einem ersten Schritt in einem Baulückenkataster erfasst werden. Es müsse zunächst systematisch erfasst werden, wo im Stadtgebiet noch Grundstücke frei sind. Gleiches gelte für bereits vorhandenen, aber leerstehenden Wohnraum. Ein Leerstandskataster ist ein wichtiger Schritt, um zu klären, wo Möglichkeiten bestehen, dringend benötigten Wohnraum zügig der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Nach einer verlässlichen Erfassung müsse versucht werden, die Eigentümer zu ermutigen, ihr Bauland zu entwickeln oder zu verkaufen und leerstehenden Wohnraum zu vermieten. Angesichts der derzeitigen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass Eigentum verpflichtet. Teilweise werden Grundstücke über Jahre freigehalten und Gebäude sind über Jahre leerstehend.  Falls das nicht zu spürbarem Erfolg führt, sollte die Stadt den ihr zur Verfügung stehenden Handlungsspielraum erweitern. Das Baugesetzbuch gibt Städten und Gemeinden die Möglichkeit, Eigentümer zur Entwicklung von Brachflächen zu verpflichten.

 

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