Daniel Born: „Die verpflichtende Vorlage der Grundschulempfehlung hat nichts gebracht“

Landtagsfraktion

Daniel Born, Bildungsexperte der SPD-Landtagsfraktion, zu den jetzt veröffentlichten Übergangsquoten des laufenden Schuljahrs:

„Die Eltern entscheiden weiterhin mit Bedacht über die Schulwahl ihrer Kinder und sind in gutem Gespräch mit den Lehrkräften. Das ist nichts Neues und hat rein gar nichts mit der Vorlage der Grundschulempfehlung zu tun, die seit diesem Schuljahr wieder verpflichtend ist. In der Überschrift seiner Pressemitteilung gesteht das Kultusministerium ja selbst ein, dass die Übergangsquoten nach der Grundschule in diesem Schuljahr stabil geblieben sind. Und das zeigt deutlich, dass diese Änderung letztendlich nichts gebracht hat und unnötig war. Zwar gehen ein Prozent weniger Kinder mit Realschulempfehlung nun auf ein Gymnasium, aber dafür wechselte eine größere Gruppe von Kindern mit Gymnasialempfehlung auf Realschulen. Das ist völlig legitim. Der Schluss von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, die Eltern würden der Einschätzung der Lehrkräfte nun mehr Vertrauen schenken, leitet sich daraus definitiv nicht ab. Die verpflichtende Vorlage der Grundschulempfehlung ist Ergebnis einer Scheindebatte und reine Klientelpolitik der CDU. Kern einer guten Übergangsentscheidung im Sinne des Kindes bleibt das Beratungsgespräch und das wurde bereits im Jahr 2012 vom SPD-geführten Kultusministerium etabliert.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg