Dr. Stefan Fulst-Blei: „Die Erhebung bildet weiterhin nicht die Notlage der Grundschulen ab“

Landespolitik

Für den bildungspolitischen Sprecher und Fraktionsvize der SPD im Landtag sind die neusten Zahlen zum Unterrichtsausfall in Baden-Württemberg kein Anlass zur Euphorie: „Es bleibt ein Armutszeugnis, dass zu Beginn des Schuljahres wieder weit über zweitausend ausgebildete Gymnasiallehrkräfte keine Stelle bekommen haben, während an keiner der allgemeinbildenden Schularten so viel Unterricht ausfällt wie am Gymnasium. Dort wird sich die Lage weiter verschärfen, weil für die Reform der Oberstufe laut Verbänden und Gewerkschaften nicht genug neue Stellen geschaffen wurden.“

„Die grün-schwarze Landesregierung hätte zudem die Krankheitsreserve mit dem neuen Haushalt unverzüglich um 334 Stellen auf 2.000 Stellen erhöhen müssen – Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann konnte sich bei den Verhandlungen nicht durchsetzen und blieb satte 105 Stellen hinter dieser Forderung zurück. Es müsste also weit mehr getan werden, als Grün-Schwarz trotz der Hilferufe aus den Schulen bereit ist, zu tun.“

„Wichtig ist zudem: Die Erhebung bildet weiterhin nicht die Notlage an Grundschulen und auch an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) ab. Überall wo die Kinder aufgrund ihres Alters oder Betreuungsbedarfs nicht einfach nach Hause geschickt werden können, will diese Landesregierung nicht genauer hinsehen. Es müssen andere Messinstrumente erarbeitet werden, nur hat daran Ministerin Eisenmann wohl kein Interesse.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg