Dr. Stefan Fulst-Blei: „Die Kultusministerin bleibt zu viele Antworten schuldig“

Landespolitik

Beim Plan des Kultusministeriums zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Schulbetrieb vermisst SPD-Fraktionsvize Dr. Stefan Fulst-Blei konkrete Vorgaben zur Ausgestaltung der Maßgaben:

„Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann springt mit ihrem Vorschlag leider an vielen Stellen zu kurz. Sie kann von den Schulen nicht Präsenz- und Fernlernangebote verlangen, ohne auszuführen, wie die Schülerinnen und Schüler mit den Lehrkräften kommunizieren sollen, wenn digitale Mittel nicht genutzt werden können.

Unklar ist auch, wie die von der Ministerin geforderte Förderung von benachteiligten Schülerinnen und Schüler aussehen soll. Wenn wir davon ausgehen, dass bis zu 25 % der Lehrkräfte nicht in der Schule zur Verfügung stehen, wie sollen die verbleibenden Lehrerinnen und Lehrer dann noch eine persönliche Förderung sicherstellen? Die SPD fordert deshalb zur Unterstützung der Schulen ein landesweites Nachhilfeprogramm zum Beispiel unter Einbindung der Volkshochschulen. Über ein entsprechendes Budget sollten Schulen in die Lage versetzt werden, Nachhilfeleistungen unbürokratisch einzukaufen.

Vor dem Hintergrund dieser ungelösten Fragestellungen ist es nur konsequent, in diesem Jahr auf das Sitzenbleiben zu verzichten. Wissenschaftlich ist der pädagogische Wert sowieso hoch umstritten.

Des Weiteren ist es von besonderer Bedeutung, dass unsere Schulen mit ausreichendem Vorlauf konkrete organisatorische Hinweise zum Thema Hygiene und Schüler-Beförderung erhalten. Hier ist die Ministerin im Wort.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg