Einsatz von Corona-Eigentests braucht eine klare Strategie

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Berlin, 24.02.2021 – Bundesgesundheitsminister Spahn hat die Zulassung von drei Corona-Eigentests angekündigt. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages, freut sich über die zusätzliche Möglichkeit zum Testen, mahnt aber ein Konzept zur Umsetzung an.

„Die gute Nachricht ist: Wir haben mit den heute offiziell zugelassenen Corona-Eigentests endlich eine neue Möglichkeit, Schritt für Schritt Normalität wiederzugewinnen. Wir vereinfachen die Möglichkeiten zur Testung, um damit Infektionsketten schneller unterbrechen zu können. Selbsttests können ein echter „Game Changer“ für die Pandemiebekämpfung werden – gerade mit Blick auf eine mögliche 3. Welle.“, sagte Mattheis.

„Gleichzeitig bin ich skeptisch über die Ankündigungspolitik von Minister Spahn. Die versprochenen Schnelltests kommen nicht wie angekündigt zum 1.03., weil das Ministerium kein klares Konzept vorlegen konnte.“, monierte Mattheis. „Ich habe die Befürchtung, dass auch der Start der Eigentests ohne klare Strategie verstolpert wird. Das Ministerium hat nicht geklärt, ob die Tests kostenfrei zur Verfügung stehen, was ich mit Nachdruck fordere. Die Bürger wissen nicht, wie sie die Tests gebrauchen sollen, wie oft sie sich testen sollen, was bei einem positiven Test passiert, wie sich die Selbsttests in die bisherige Corona-Strategie mit Schutzmaßnahmen und Kontaktvermeidung einfügen, ob damit eine Öffnungsstrategie verbunden ist etc. Es braucht hier eine ganz klare Kommunikation mitsamt einem Stufenplan zur Anwendung der Eigentests aus dem Bundesgesundheitsministerium. Das fehlt leider komplett.“

 

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