Enquete: Regierung verweigert Aufarbeitung der Versäumnisse im Bildungsbereich

Pressemitteilungen

Die Regierungsfraktionen haben einen Antrag der SPD-Fraktion, den Bildungsbereich in die Arbeit der Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ aufzunehmen, abgelehnt. SPD-Bildungsexperte Dr. Stefan Fulst-Blei: „Der Höhepunkt der Coronapandemie war nicht nur eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise. Diese Zeit war vor allem auch eine massive Bildungskrise. Über Monate hinweg konnten Kinder und Jugendliche keine normalen Kontakte in ihrer Altersgruppe haben. Und über Monate hinweg wurde es Lehrerinnen und Lehrern selbst überlassen, Unterricht zu organisieren, mit wenig Handreichungen und häufig mit völlig unzureichender digitaler Ausstattung. Was hier versäumt wurde, muss jetzt aufgearbeitet werden!“

Der Obmann der SPD in der Enquetekommission, Florian Wahl, kritisiert: „Die Enquetekommission hat zum Anliegen, zentrale landespolitische Felder krisenfest aufzustellen. Der Ansatz der Enquetekommission, unabhängig von den tagespolitischen Zwängen umfassend und systematisch Probleme und Potenziale zu identifizieren, wäre absolut notwendig für den Bildungsbereich. Dass die Bildungspolitik im grün-schwarzen Einsetzungsbeschluss nicht vorgesehen ist, zeugt von mangelnder Wertschätzung für den Bildungsbereich. Heute hätten die Regierungsfraktionen die Chance gehabt, dieses Versäumnis auszuräumen. Dass sie diese Chance nicht genutzt haben, halte ich für falsch. Denn für uns ist klar: eine gute Bildung, die auch Werte wie Gemeinschaft und Solidarität umfasst, ist der Schlüssel dazu, Menschen gut auf Krisen vorzubereiten.“

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg