Langersehnter Gehweg kommt

Presseecho

Der lange geforderte Gehweg zum Gelände der Sportvereinigung Wallstadt entlang der verlängerten Römerstraße wird „im Lauf dieses Jahres“ gebaut. Darüber informierte Amely Aziz von der Verkehrsplanung der Stadt den Bezirksbeirat Wallstadt. Die Mittel, etwa 200 000 Euro, stünden zur Verfügung. Das Projekt ist eines von vielen Vorhaben, das Bürger bei den Verkehrsworkshops mit der Verwaltung und Experten 2016 erarbeiteten – andere stehen noch aus.

400 000 Euro fehlen

Derzeit gibt es von der Klingenberger Straße bis zum Eingang des Sportgeländes nur schlecht befestigte, ungeordnete Flächen, die meist zugeparkt sind. Fußgänger müssen Slalom laufen; Autos rasen an ihnen vorbei. Allerdings lässt sich die ursprüngliche Planung, die neue, senkrecht angeordnete Parkplätze vorsah, dort nicht realisieren. „Der Baumbestand ist schützenswert“, sagte Aziz. Klar ist aber nun, dass entlang der Zaunanlage des Sportgeländes die alte Oberflächenbefestigung vollständig entfernt wird. In diesem Bereich sind ein neuer, 2,50 Meter breiter Gehweg sowie angrenzend ein zwei Meter breiter Parkstreifen vorgesehen. Danach sei die Straße immer noch sechs Meter breit. Zusätzlich werde die dem Sportverein zugewandte Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut.

Ein zweites Problem bleibt zunächst aber ungelöst: der weiter fehlende Fußweg zwischen der Randbebauung von Wallstadt und dem Eleonore und Otto-Kohler-Haus vom Spastikerverein. Da gibt es zwischen der Straße und den Sportanlagen beziehungsweise Äckern nur schmale, unebene Pfade – und das ausgerechnet in einem Bereich, in dem Behinderte unterwegs sind.

Geplant ist auch hier ein 2,50 Meter breiter Gehweg vom Sportgelände bis zum Eleonore und Otto-Kohler-Haus auf der Südseite der Römerstraße, von einem ein Meter breiten Trennstreifen von der Fahrbahn abgegrenzt. Zugleich sieht die Verwaltung eine „Deckenerneuerung des Zufahrtsbereichs vor dem Sportgelände vor“, sprich: Der Abschnitt wird asphaltiert. Die geschätzten Baukosten von rund 400 000 Euro stünden im aktuellen Etat indes nicht zur Verfügung, so die Verkehrsplanerin: „Sie werden für den nächsten Haushalt vorgemerkt“, also für 2020/21 – was der Bezirksbeirat erleichtert aufnahm.

Das gilt ebenso für die Aussage von Aziz, die Verwaltung prüfe den lange geforderten Fußgängerübergang an der stark befahrenen Kreuzung Alemannen-/Kelten-/Römerstraße. „Wir sind bei der Vorplanung, das müsste dann auch in den nächsten Haushalt“, sagte sie.

Test mit der Feuerwehr?

Weiter umstritten ist im Bezirksbeirat aber, was zur Verkehrsberuhigung in der Mosbacher Straße passieren soll, damit dort parkende Wagen nicht den Autoverkehr wie auch Fußgänger behindern. Die SPD im Bezirksbeirat befürwortet langfristig Pfosten, der CDU reichen Markierungen.

In Wallstadt-Nord sind nun erste Straßenmarkierungen angebracht, um wildes Parken zu verhindern. „Das ist auf einem guten Weg“, so SPD-Bezirksbeirat Thorsten Schurse. „Spätestens im Sommer wird es auch wieder heftige Beschwerden zur Parkregelung am Vogelstangsee geben“, fürchtet er aber. Er regte auch Testfahrten der Feuerwehr an, ob sie mit ihren großen Fahrzeugen um die Ecken der schmalen Wege kommen. „Ich persönlich möchte nicht verbrennen, weil jemand falsch parkt“, warnte Schurse.

Ausdrücklich begrüßte er die Aussage der Verwaltung, dass nach den Dienstzeiten des Kommunalen Ordnungsdienstes zwischen 21 und 7 Uhr und am Wochenende die Polizei für schwerwiegende Parkverstöße zuständig ist. Katja Scheer vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung räumte ein, dass „Wallstadt bisher noch nicht allzu oft bestreift“ worden sei. Die Stadt werde aber „die Parkraumüberwachung intensivieren, denn kein Schild wirkt, wenn man es nicht überwacht“ – eine Aussage, die Bezirksbeirat und Publikum mit Beifall bedachten.

Dabei werde der Ordnungsdienst „künftig auch das Gehwegparken in den Blick nehmen“, denn es müsse genügend Platz für Fußgänger mit Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen bleiben. „Wir als Stadt sind von der Aufsichtsbehörde generell angehalten, Gehwegparken langfristig zu unterbinden“, kündigte sie an. Das werde aber „nicht Hoppladihopp“ geschehen, versprach sie.

 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 25.01.2019

Archivartikel25. Januar 2019 Autor: Peter W. Ragge (pwr)

 

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