Mattheis: Auf Lesbos spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab

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Berlin, 24.09.2020 – Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis besucht die Flüchtlingscamps auf Lesbos und informiert sich über die Lage der Geflüchteten, insbesondere deren medizinische Versorgung. Sie fordert nicht länger Betroffenheitsbekundungen zu erklären und die Situation anzuprangern, sondern zu handeln.

„Nach dem Brand von Moria ist die Situation und besonders die Gesundheitsversorgung sehr schlecht. Hunderte Menschen vegetieren in dem abgebrannten Areal von Moria, hunderte leben auf der Straße und tausende sind zusammengepfercht in einer schnell aufgebauten Zeltstadt. Weder Hygieneregeln noch verlässliche Testungen können garantiert werden und seit Monaten, fast Jahren üben wir uns in Betroffenheitsbekundungen“, sagte Mattheis nach dem Besuch auf Lesbos.

„Die Nichtregierungsorganisation tun, was sie können, um zu helfen, aber es ist klar, dass Menschen hier unter ärmlichsten Verhältnissen leben müssen. Das neue Camp auf Lesbos besteht aus großen Zelten, die Geflüchteten leben auf engstem Raum, so dass die Ausbreitung von Covid19 begünstigt wird. Das Camp wird außerdem Stürmen im Herbst oder Winter kaum standhalten, da es ungeschützt direkt am Meer liegt. In Moria selbst ist es noch schlimmer. Menschen suchen in den Trümmern nach Brauchbaren und leben auf der Straße aus Angst, erneut in ein dauerhaftes Camp gesteckt zu werden.“

„Wenn die Bundesregierung und an der Spitze Bundesinnenminister Seehofer an dieser Situation ernsthaft nichts ändern will, müssen es die Kommunen in die Hand nehmen und durch Bilder Fakten schaffen, um den Druck zu erhöhen und ein Einlenken Seehofers zu erzwingen. Wenn viele Oberbürgermeister und Bürgermeister vor Ort persönliche Einladungen aussprechen würden, könnten Bilder Fakten schaffen,“ so Mattheis.

 

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