Mattheis: Entscheidung der Union zur PID ist unsozial

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Berlin, 30.01.2019 – In ihrer gestrigen Sitzung hat die Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Fraktion die Übernahme der Präimplantationsdiagnostik (PID) als Kassenleistung abgelehnt, die vom Bundesgesundheitsministerium beantragt wurde. Die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, Berichterstatterin der SPD-Fraktion für Fortpflanzungsmedizin kritisiert die Entscheidung.

„Der Entschluss der Union heißt übersetzt: Die PID ist zwar in engen Grenzen erlaubt, aber nur wohlhabende Menschen sollen Zugang erhalten.“, monierte Mattheis. „Das halte ich für zutiefst unsozial. Wer mit Moral und Ethik argumentiert, sollte sich auch in die Situation der Betroffenen Paare hineinversetzten. In einer emotional sehr schwierigen Situation für die Paare, die die PID in Anspruch nehmen können, will die CDU/CSU hier eine Kostenbarriere aufbauen, wohlwissend, dass damit die Untersuchung für viele Menschen schlichtweg unbezahlbar ist.“

„Der Bundestag hat 2011 beschlossen, die PID in klar definierten engen Grenzen zuzulassen. Da dieser Beschluss gilt, ist es nur konsequent, wenn die Kosten für die wenigen Paare, die betroffen sind, auch von der Krankenversicherung übernommen werden.“, führte Mattheis aus. „Die Union will diese Entscheidung offenbar nicht akzeptieren und versucht nun, auf dem Umweg den Zugang einzuschränken. Die SPD sollte klarmachen: Die PID gilt weiterhin nur bei schweren Erbkrankheiten, nur bei dem Risiko einer Fehl- oder Totgeburt und nur bei Zustimmung einer Ethikkommission. Aber die Kosten dürfen nicht der Ausschlussgrund sein.“

 

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