Sauberkeit in Wallstadt

Presseecho

Sauberkeit – in allen Umfragen in der Bürgerschaft steht das Thema stets weit oben in der Dringlichkeitsskala. Hunderte von Menschen bewiesen jetzt wieder einmal bei der Aktionswoche „Putz deine Stadt heraus“, dass sie die Sache auch selbst in die Hand nehmen und Verantwortung zeigen für eine saubere Stadt.

Auf der Vogelstang hatte der Bürgerverein an die Müllsäcke gerufen. Dem Aufruf von Gunter U. Heinrich, dem Vorsitzenden des Bürgervereins, kamen rund 20 Helfer nach, gemeinsam räumte man entlang der Straßenbahnlinie, vor dem Jugendhaus und auf Parkplätzen viel Unrat weg. Heinrich: „Es ist mehr geworden als in zurückliegenden Jahren“. Die Modellbauer aus dem Bürgerverein putzten das Gelände um die Seen und die Gewässer.

Auch der SPD-Ortsverein Vogelstang war aktiv, vier Genossen säuberten in ihrem Stadtteil die Flächen entlang der Straßenbahnschienen. Am Ende des schweißtreibenden Einsatzes war eine stattliche Menge Dreck und Abfall in den Säcken – „unter anderem ein Fahrradkorb, eine Gymnastikmatte und vor allen Dingen sehr viel Plastikmüll“, wie Tanja Sievers, die stellvertretende Vorsitzende, berichtete.

In Käfertal machten sich fünf Mitglieder der CDU an die Arbeit. Die Käfertäler Christdemokraten sind schon seit Jahren regelmäßig dabei – diesmal sogar vor dem offiziellen Start. Ihr Einsatzgebiet war das Umfeld des Rathauses, die nähere Umgebung sparte man freilich nicht aus. Chris Rihm: „Jeder regt sich über den Müll auf Straßen und Plätzen auf. Dabei sollten sich viele an die eigene Nase fassen, schließlich sind es letzten Endes wir alle, die Müll produzieren“.

Kippen neben Mülleimern

Auch die SPD in Käfertal griff einmal mehr zu den Müllsäcken. Im Blick hatten die Sozialdemokraten vor allem den Rathausplatz und die anliegenden Straßen. „Erstaunlich ist, wie viele Zigarettenkippen und Unrat direkt neben die Abfalleimer geworfen werden“, stellte die Käfertaler SPD-Chefin Melanie Seidenglanz ernüchtert fest und appellierte an die Bürger, den Müll doch bitte nicht einfach achtlos auf die Straße zu werfen.

Der Siedlergesangverein Freundschaft hatte in Käfertal einmal mehr 19 Mitglieder zusammengetrommelt, um Dreck und Müll auf der öffentlichen Fläche zwischen dem Friedhof und der Lampertheimer- und der Waldstraße den Garaus zu machen – und soziales Engagement zu zeigen im Stadtteil. Auch die SGV-Mitglieder mussten feststellen, dass der Schmutz – vor allem Verpackungen von Lebensmitteln – nicht weniger wird. „Warum lässt die Stadt nicht die völlig verwahrlosten Brombeerhecken dort niederschneiden, in denen sich schon seit Jahren Plastikplanen von den umliegenden Feldern verhakt haben“, hätten sich viele Mitglieder gefragt, wie SGV-Schriftführerin Jutta Schmitt schreibt. Als kleines und wohlschmeckendes Dankeschön gab es ein kräftiges Frühstück für die SGV-Putzkolonne.

Glas im Brunnen

In Feudenheim rückte der Ortsverband der CDU aus mit den orangefarbenen Säcken, schon traditionell sind die Christdemokraten bei der Putzwoche im Einsatz. Nach knapp anderthalb Stunden hatte man den Rathausplatz geputzt, doch der Zustand des Rathausbrunnens sorgte bei Alexander Fleck, dem Ortsvorsitzenden, für Unverständnis. Er war eigens in den Brunnen geklettert und hatte dort drinnen zerbrochene Glasflaschen, Laub und übrig gebliebene Feuerwerkskörper gefunden und herausgeholt: „Unser Brunnen ist doch kein Mülleimer“. Anschließend schmückte man den Platz farbenfroh mit Blumen, die Gärtner Karl Hoffmann gespendet hatte.

Der Ortsverband der CDU Wallstadt und Vogelstang griff auch zu Zangen, Besen und Säcken und sammelte eine Menge Müll auf den Fahrbahn-Grünstreifen entlang der Siebenbürger Straße zwischen beiden Stadtteilen, bevor man sich dann noch Feldwege vornahm. Dutzende von Wodka-, Bier-, Cognac und Schnapsflaschen – teilweise noch gefüllt – klaubte man aus Gebüschen, aber auch zwei PC-Monitore, ein Katzenbaum und diverse Autoteile waren dabei. Der Einsatz „soll bei den Bürgern aus den Stadtteilen das Bewusstsein für eine saubere Stadt stärken, so der Ortsvereins-Vorsitzende Bernd Kupfer.

Die Wallstadt SPD forderte per Plakat die Bürger zur gemeinsamen Putzaktion auf dem Rathausplatz. auf. Dann nahmen sich mehrere Kleingruppen Kinderspielplätze, und Zufahrtstraßen zur Umgehung vor. „Insgesamt konnten wir feststellen, dass Wallstadt sehr sauber ist,“ so Stadträtin Claudia Schöning-Kalender. „Allerdings klagte das Team, das sich die Zufahrtstraßen vorgenommen hatte, über starke Verschmutzung der Straßenränder. Hier sollte die Stadt mehr ein Auge drauf haben,“ forderte sie.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 05.04.2019


 

 

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