„Seine Ideale sind bis heute nicht verblasst“

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Walter-Krause-Medaille Ex-Bürgermeister Lothar Mark erhält die Auszeichnung für Umweltengagement

„Seine Ideale sind bis heute nicht verblasst“

30. März 2019 Autor: René Schaal

 

 

„Wie wir weltweit damit umgehen, ist eine Katastrophe“, sagt Lothar Mark über die Wälder. Für sein Engagement erhielt er die Walter-Krause-Medaille.

© Mager

Schauplatz einer bislang einzigartigen Veranstaltung war das Waldhaus am Rande des Käfertaler Waldes am Donnerstagabend. Unter dem Applaus von mehr als 40 Gästen aus Lokalpolitik, Forstwirtschaft und Umweltschutz wurde der ehemalige Mannheimer Bürgermeister Lothar Mark mit der neu gestifteten Walter-Krause-Medaille ausgezeichnet – für sein jahrzehntelanges Engagement in Sachen Umweltschutz und Waldpädagogik.

Preisträger Lothar Mark zeigte sich „sehr erfreut über die Würdigung“. Er war nicht nur langjähriges Mitglied des Mannheimer Gemeinderates und Bürgermeister für Kultur, Schulen, Sport- und Bäderwesen (1989 bis 1998), sondern vertrat auch die Interessen Mannheims im Deutschen Bundestag (1998 bis 2009). „Ohne Wald würden wir hier nicht stehen“, sagte Lothar Mark. „Wie wir weltweit damit umgehen, ist eine Katastrophe.“

Zuletzt hatte der SPD-Politiker mit alternativen Vorschlägen für die neue ICE-Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt auf sich aufmerksam gemacht, in denen es ihm insbesondere um den Erhalt der Stadtwälder ging. In seiner Laudatio betonte Bürgermeister Lothar Quast die „Leidenschaft und Verantwortung“ Marks, dessen „Ideale bis heute nicht verblasst sind“. Rolf Dieter, Ehrenvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), sagte: „Das ist eine angemessene Würdigung für eine Persönlichkeit, zu der man aufblicken kann.“

Verleihung alle zwei Jahre

„Seit 1995 existiert ein gesetzlich vorgeschriebener Bildungsauftrag in Sachen Waldpädagogik“, sagte Daniel Weissgärber, der das Waldhaus als Mitarbeiter des Mannheimer Forstamts seit 2005 leitet. Besucht wird es größtenteils von Schulklassen, aber auch von Kindergärten und Pädagogen. Jährlich finden dort bis zu 300 Veranstaltungen statt. „Unser Ziel ist es, der Entfremdung von der Natur entgegenzuwirken“, so Weissgärber. Dazu brauche es nicht nur Räume und finanzielle Mittel, sondern auch Menschen, die das anpackten.

Um genau solche Menschen zu würdigen und auf deren Engagement aufmerksam zu machen, wurde die Walter-Krause-Medaille vom Mannheimer SDW-Kreisverband gestiftet. Der Verein ist einer der ältesten seiner Art und versteht sich als Lobbyist für den Wald. Denn der sei „in keinem guten Zustand“, betonte Alexander Manz vom SDW. Der Wald leide zunehmend unter den Einflüssen des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen. „Insbesondere junge Menschen müssen wir wieder für die Bedeutung des Waldes sensibilisieren“, sagte Manz.

Die Walter-Krause-Medaille soll ab sofort alle zwei Jahre verliehen werden – als „Erinnerung an eine große Persönlichkeit der Stadt, die sich nachhaltig um den Schutz und Erhalt des Waldes sowie der Förderung der Waldpädagogik verdient gemacht hat“. Bis dahin werde die Schutzgemeinschaft nicht schweigen. Denn am 13. April findet der jährliche „Tag des Baumes“ statt. Und im September feiert das Waldhaus sein 20-jähriges Bestehen.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 30.03.2019

 

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