SPD-Landtagsfraktion zum Abschied von Wolfgang Drexler aus dem Landtag

Landtagsfraktion

Fraktionsvorsitzender Andreas Stoch: „Der Abgeordnete Drexler geht, aber der Sozialdemokrat Drexler bleibt uns zum Glück erhalten“

Mit Standing Ovations hat der baden-württembergische Landtag heute seinen SPD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Drexler verabschiedet. Der 72-jährige, der neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann der dienstälteste Abgeordnete ist, scheidet nach 30 Jahren im Parlament zum Jahresende aus dem Landtag aus. Drexler machte deutlich, dass ihm der Abschied schwer falle. Er nutzte die Gelegenheit, ein paar letzte deutliche Worte an die Fraktionen in Bezug auf die Ausschlüsse von zwei Abgeordneten aus dem Landtag in der vergangenen Woche zu adressieren: „Ich kann alle Fraktionen nur auffordern, dass solche Dinge nie wieder vorkommen. Ich hätte mir in meinen 30 Jahren nicht vorstellen können, dass rassistische Beleidigungen der Präsidentin im Landtag von Baden-Württemberg möglich sind. Das war ein Tabubruch, wie es ihn in der Geschichte nur am Ende der Weimarer Republik gab. Damals wurden Repräsentanten des Parlaments systematisch von Nationalsozialisten und der rechten Seite kaputt gemacht, verleumdet, diskreditiert und beleidigt. Genau das haben wir letzte Woche erlebt.“

In seiner Funktion als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses legte Wolfgang Drexler heute in seiner letzten Rede in gekonnter und gewohnter Manier Zeugnis über die Ergebnisse und Empfehlungen des Untersuchungsausschusses ab. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch dankt Wolfgang Drexler und würdigt dessen enorme Leistung: „Wolfgang Drexler ist das Paradebeispiel eines leidenschaftlichen politischen Schaffers“, so Stoch: Dass Drexler, der unter anderem auch Stadt- und Kreisrat, Vorsitzender zweier Esslinger Vereine und Präsident des Schwäbischen Turnerbundes ist, nun kürzer treten wolle, sei für die SPD-Landtagsfraktion ein Verlust, aber menschlich mehr als verständlich. „Wolfgang Drexler ist nicht nur ein politisches Urgestein, sondern auch ein Paradebeispiel für sozialdemokratisches Engagement, und zwar im Landtag wie auch vor Ort, in politischen Gremien, in Vereinen und in der Gesellschaft. Der Abgeordnete Drexler geht, aber der Sozialdemokrat Drexler bleibt uns zum Glück erhalten“, so Stoch: „Auf seine lange Erfahrung kann die SPD auch in Zukunft bauen.“ Drexlers Mandat übernimmt im neuen Jahr Nicolas Fink, der bei der vergangenen Landtagswahl als Ersatzbewerber der SPD im Wahlkreis Esslingen angetreten war. Fink ist bis zum Ende des Jahres noch Bürgermeister von Aichwald (Kreis Esslingen).

 

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

 

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